Baden-Württembergische Meisterschaften in Karlsruhe

Silber für Anna Ketterer von der LG Baar, Gold für Schwenninger Tim Rodinger

Glück und Pech lagen bei den Schwarzwälder Nachwuchsathleten bei den Landesmeisterschaften in der Karlsruher Europahalle eng beieinander. Pech hatte bereits zu Beginn der letzten Woche Anna Ketterer von der LG Baar / TB Löffingen im Training, als sie beim Hürdenlaufen an einem Hindernis hängenblieb und stürzte. Nach den Prellungen und Abschürfungen schien ein Start am Wochenende fast nicht möglich zu sein. Mit Bandagen und Pflastern entschied sich sie dann doch kurzfristig zu einem Start im Hochsprung. Im Wettbewerb der U 18 floppte sie über die Höhe von 1,65 Meter und wurde dafür mit Silber hinter der Freiburger Favoritin Marie Spielmann belohnt.

Lenny Sohmer aus dem gleichen Verein blieb am ersten Tag im Weitsprung der U 18 mit 5,88 Meter und Platz 8 nach Anlaufproblemen etwas hinter seiner Saisonbestleistung zurück. Tags darauf legte er im Vorlauf über 60 Meter Hürden ein technisch sauberes Rennen vor und eroberte mit der viertbesten Zeit von 8,78 Sekunden (PB) einen Platz im Finale der besten Acht. Dort kam er an der letzten Hürde kräftig ins Straucheln und musste sich nach einem Bremsvorgang mit dem letzten Platz dieses Endlaufs begnügen. Sein gleichaltriger Teamkollege Julian Raszillier scheiterte gleich im Vorlauf an seinem Vorhaben, seine guten Zeiten aus den bisherigen Wettkämpfen zu bestätigen. Schon bei der ersten Hürde kam er aus dem Tritt und versuchte, an den weiteren 4 Hürden seinen Rückstand aufholen. Mit der Zeit von 9,10 Sekunden blieb ihm der insgesamt 12. Rang. Am zweiten Tag wollte Lenny Sohmer an seine zu Jahresbeginn aufgestellte Bestleistung von 1,90 Meter herankommen. Nach technischen Problemen blieb ihm diesmal mit 1,75 Meter nur der 6. Rang. Ebenfalls unter seinen in diesem Jahr erzielten Vorleistungen blieb Hannes Wehrle von der LG Baar / LV Donaueschingen im Kugelstoßen immerhin als Sechster in einem starken Feld mit 12,33 Meter und über 200 Meter in 24,78 Sekunden als Elfter. Im Weitsprungwettbewerb der U 20 flog Felix von Oppen vom TV Neustadt auf die Weite von genau 6 Meter, verpasste aber als Neunter äußerst knapp das Finale der besten Acht mit 3 weiteren Versuchen.

Gleich 3 Läufe hatte sich in der U 18 Laura Hübsch von der LG Baar / TB Löffingen ausgesucht. Am ersten Tag sprintete sie 8,41 Sekunden über 60 Meter und erreichte in der Gesamtwertung Platz 25. Am Abend brachten ihr die 65,34 Sekunden über 400 Meter Platz 13. Auf der halben Distanz sprintete sie am zweiten Tag 27,66 Sekunden und erreichte dabei nach 2 anstrengenden Wettkampftagen im Gesamtklassement Rang 12.

Eine Klasse für sich war über 400 Meter der Bundeskaderathlet Tim Rodinger vom FSV Schwenningen. Der Langhürdenspezialist, der in der Halle im Winter keine Startmöglichkeiten in seiner Disziplin hat, legte auf den 2 Hallenrunden ein enormes Tempo vor und kam in seinem Lauf mit der Bestzeit von 49,75 Sekunden an und verdiente sich sein Gold redlich. Damit schaffte er klar die Norm für die deutschen Jugendmeisterschaften in Sindelfingen. Über 60 Meter Hürden erlief er sich als 2. seines Vorlaufs ebenfalls die Qualifikationszeit durch 8,49 Sekunden. Seine Schwester Christin sicherte sich im Kugelstoßen der Frauen Platz 8 mit guten 10,72 Meter, legte mit Platz 7 im Hürdenlauf in 9,89 Sekunden nach und unterstrich ihre Mehrkämpferqualitäten mit neuer Bestleistung im Stabhochsprung bei überquerten 2,60 Meter.

Nach oben scrollen